Espresso
Espresso – nein nicht das Getränk – sondern viel mehr eines der sogenannten One-Window Entwicklungsumgebungen. Es steht wohl in direkter Konkurrenz zu Coda von Panic. Ehrlich gesagt bin ich mit Espresso nie sonderlich warm geworden. Irgendwie taugt mir die Arbeitsweise des Programms nicht wirklich. Es Arbeitet mit Projekten was sicher auch nicht das dümmste ist. Doch bin ich es gewohnt einfach unkompliziert auf einem FTP Server zu arbeiten und nicht jedes mal Projekte anzulegen. Keineswegs möchte ich damit die Arbeitsweise und schon gar nicht Espresso an sich schlecht reden.
Die Macher des beliebten CSS Edits werden sich schon gut Gedanken gemacht haben wir man solch ein Programm effektiv nutzt. Meiner einer bleibt bei Coda. Sagt aber auch das man sich Espresso unbedingt anschauen sollte.
Einführung in das Programm
Die Einarbeitung in Espresso sollte jedem der schon mal etwas ähnliches in Benutzung hatte sehr leicht fallen. Wer hier Neuland betritt sollte aber dennoch auf keine größeren Probleme treffen. Hier heißt es also: Programm öffnen und los arbeiten. So sollte es auch sein. Einzig und allein die Projektverwaltung könnte anfänglich etwas ungewohnt in der Nutzung sein.
Optik und Design
Optisch ist Espresso wirklich sehr ansprechend. Der Startscreen schaut klasse aus. Gemacht wurde dieser von Veerle. Dieser Name birgt ja schon für Qualität. Was mir sehr gefällt ist das Schriftbild des Editors. Hier kommt die Font “Espresso Mono” zum Einsatz. Schaut wirklich gut aus das ganze. Also rein von der Editoransicht bin ich von Espresso sehr überzeugt. Das ist wirklich schön anzuschauen. Sonst ist Optik und Aufbau im Apple typischen Style. Optisch gibt es hier nicht viel zu meckern.
Benutzung und Einstellungsmöglichkeiten
Die Benutzung geht, wenn man sich damit angefreundet hat (ich hatte ja oben schon geschrieben das es nicht unbedingt meine Art zu arbeiten ist) im Grunde ganz gut. Es sind aber so ein zwei Kleinigkeiten die mich stören. Das auch abseits der Projektgeschichte. Die Art wie mit Dateien die man bearbeitet umgegangen wird ist nicht wirklich gut gelöst. Ich sitze hier an einem 24″ Bildschirm und hab da in der Höhe 1200 Pixel zur Verfügung. Am Laptop mit deutlich weniger Platz wird es wohl noch “unschöner” in der Benutzung. Lange Rede kurzer Sinn. In der linken Sidebar gibt es im Grunde zwei Listenansichten. Im unteren Teil ist die normale Ordnerstruktur abgebildet was auch gut so ist wie es ist.
Jetzt finden sich die geöffneten Dateien aber nicht, wie bei anderen Programmen üblich, in horizontalen Tabs sondern oberhalb der normalen Ordnerstruktur als zweite Liste. Entweder ist es für mich einfach ungewohnt da ich es einfach anders kenne oder es ist wirklich unpraktisch. Wenn man ein paar Dateien offen hat verliert man hier schnell die Übersicht. Auch der Scrollbalken ist hier nicht mehr wirklich richtig von der Logik her. Er ist für die untere Ordnerstruktur gedacht aber die obere Liste befindet sich optisch mit in dem scrollbaren Bereich. Irgendwie nicht wirklich elegant gelöst.
Die integrierte Snippetverwaltung ist auch nicht sonderlich schön zu bedienen. Das Syntax Highlighting fehlt komplett und auch so kommt es eher als gezwungenes Feature daher. Gut integriert schaut da anders aus. Espresso steckt irgendwie noch in seinen Kinderschuhen. Leider sind Updates bisher eher selten. Es bleibt abzuwarten wie sich Espresso weiterentwickelt.
Programmkomplexität
Espresso hat im Grunde alles an Bord was man braucht um für das Web zu entwickeln. Die Handhabung ist leicht verständlich und sollte keine großen Probleme bereiten. Man muss sich aber wie gesagt auf den von Espresso vorgeschriebenen Workflow einlassen.
Tipps und Tricks
Für Espresso gibt es sogenannte “Sugars” und die bekannten “Themes”. Damit kann man Espresso erweitern und anpassen. Zu finden ist das ganze im Coffee House, dieses aber nicht direkt von MacRabbit betrieben wird. Auf jeden Fall sollte man hier mal vorbei schauen wenn man etwas sucht um sein Espresso aufzurüsten.
- Keine Kommentare vorhanden / Kommentar schreiben















