Twitter

Ein Review von: David Hellmann
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Twitter ist zum Lifestyle geworden. Viele Mitglieder dieser neuen Kommunikationsgemeinde haben sich auch Apple-Lifestylegeräte zum Hobby gemacht und frönen ihrer Meckerlust in regelmäßigen Abständen, indem sie auf die Cliententwicklung schimpfen. Loren Brichter, ehemals Entwickler von atebits, nun im Twitter Development-Team, hat das leidig spüren müssen. Doch als dann Twitter 2 für das iPad erschien haben sich (mal wieder) alle die Finger danach geleckt. Und zu was? Genau, zurecht!

Einführung in das Programm

Twitter für das iPad ist natürlich nur zum Twittern da, aber Herr Brichter hat schon einige Male bewiesen, dies immer wieder als neues Erlebnis verpacken zu können. Die Navigation ist unglaublich innovativ und durch Farbgebung und Layout stehen trotzdem immer die Inhalte im Mittelpunkt.

Die Timeline wird wie beim iPhone durch das von Brichter pionierte “Pull-To-Refresh” neu geladen. Links daneben befindet sich die bekannte Basisnavigation, bestehend aus Timeline, Erwähnungen, Listen, Privaten Nachrichten, dem eigenen Profil und der Suchfunktion.

Interagiert man mit einem Tweet, einem Profil oder einem Link, entstehen immer wieder neue Ebenen, die diese Inhalte in Profildesign oder im integrierten Webbrowser darstellen.

Optik und Design

Twitter für das iPad ist perfekt gestaltet. Nicht zufällig wurde das neue Webinterface #newtwitter sehr ähnlich geworden. Die helle Timeline immer im Zentrum des Bildes wird kombiniert mit netter Hintergrundgrafik und kleineren Effekten wie die Aktiv-LED-Imitation in der aktiven Navigation. All diese kleinen Elemente machen einfach nur Spaß.

Trotz des Schwarz-Weiß-Kontrastes zieht sich die Twitter-Identity-Farbe blau durch die App als Markierungselement für ausgewählte Tweets oder Profile. Und was auch noch sehr zu würdigen ist, ist die Raumaufteilung auf dem Bildschirm, die Nutzung von Overlay-Menüs sowie die flüssigen und nett anzusehenden Übergänge. Wenn beispielsweise durch den Knopf in der unteren linken Ecke ein neuer Tweet verfasst werden soll, geht das gesamte Interface ein wenig nach unten und zum Vorschein kommt ein Notizblock für eure Kurznachrichten (inklusive URL-Kürzer und Ortsbestimmung). Dieser Knopf, sowie die Basisnavigation bleiben auch durchgehend ganz links auswählbar.

Benutzung und Einstellungsmöglichkeiten

Die Applikation macht Twitter zu einem Abenteuerspielplatz, auf dem es unheimlich viel zu entdecken gibt. Es macht auf dem iPad unglaublich viel Spaß sich durch seine Timeline zu tippen, Webseiten anzusehen und neuen Twitterern zu folgen — viel mehr als mit jedem anderen Programm auf dem Mac. Denn durch das sehr flexible Bedienkonzept kann sich jeder sein Twitter gestalten und durchstöbern.

Damit das auch so klappt, wie man es sich vorstellt, gibt es einige Einstellungsmöglichkeiten zur Personalisierung. In den Einstellungen (durch das Zahnrad neben dem “Neuer Tweet”-Button erreichbar) lassen sich zunächst die weiterführendenden Dienste einstellen. Für Bildersharing stehen 7 verschiedene Anbieter zur Verfügung (z.B. yFrog, TwitPic oder TweetPhoto), für Videosharing 5 (u.a. VodPod oder TwitVid). Und man kann Twitter für das iPad sogar mit einem “Später lesen”-Dienst koppeln und zwar mit Instapaper oder Read Later.

Zusätzlich stehen unter dem Punkt “Erweitert” die Definition der Bildqualität, die Aktivierung von TextExpander oder Soundeffekten sowie das mobile Safari-Bookmarklet zur Einstellung bereit.

Programmkomplexität

Die iPad-Variante von Twitter hat unheimlich viele verschiedene Funktionen. Doch durch die intelligente Nutzung der bereits angesprochenen Ebenen und Overlay-Menüs bleibt die App gut aufgeräumt. Manche Funktionen (z.B die Instapaper-Integration oder Direktnachrichten) sind ein wenig versteckt, doch das Design und der Spaßfaktor dieses kleinen Programms führen dazu, dass man diese Funktionen schnell findet.

Tipps und Tricks

Scrollt man über einen Tweet mit zwei Fingern, kommt die Konversation via @-Markierung zum Vorschein. Und egal wo man sich gerade in der App befindet, per Tipp auf das Profilicon ganz links kommt man zur Timeline zurück.





David Hellmann

David Hellmann ist Grafiker, Webdesigner und Webentwickler aus Köln. Er ist fasziniert von WordPress und dessen Möglichkeiten und freut sich immer über neue Herausforderungen was dieses Thema angeht.

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read: 5946 · today: 2 · last: December 14, 2017

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